Poesie: Friedrich Schlegel - Du meine Hand

Veröffentlicht auf von Paramantus

Ein Sonett für die erste, letzte und womöglich auch beste Geliebte eines Mannes...

Du meine Hand

Du meine Hand bist mehr als alle Weiber,
du bist stets da, wie keine Frau erprobt,
du hast noch nie in Eifersucht getobt,
und bist auch nie zu weit, du enger Reiber.

Ovid, mein Lehrer weiland, hat dich recht gelobt,
denn du verbirgst in dir ja alle Leiber,
die ich mir wünsche, kühler Glutvertreiber,
dir hab' ich mich für immer anverlobt.

Ich stehe stolz mit dir im Raume
und streichle meine bläulichrote Glans;
schon quirlt sich weiß der Saft zum Schaume.

So zieh' ich aus Erfahrung die Bilanz:
Die Zweiheit freut mich nur im Wollusttraume,
sonst paart sich meine Frau mit meinem Schwanz.

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Strohpuppe 02/02/2009 01:04

hallo, Paramantus

also ich finds spaßig ^^ und wundere mich einmal mehr, was so die Herren der Klassik schon für einen "Quark" verzapft haben ^^
:) freut mich, dass man wohl auch in deinem Blog Lyrik von der "nicht ganz gewöhnlichen Seite" wird lesen dürfen ^^ :) werde wohl des öfteren mal vorbeischauen

Grüße
die Strohpuppe

Paramantus 02/03/2009 02:22


Bist jederzeit Willkommen... :-)


terry 01/05/2009 21:52

hehe das ist doch mal ne tolle liebeserklärung ;)

Sera 01/02/2009 01:01

lol, wie krank :P

Lea 12/30/2008 12:36

*lol* Kerle! :-P

vivi 12/29/2008 19:18

Hab mir mal spasseshalber die Mühe gemacht, alle 10 Sonette davon zu lesen .....
(http://gutenberg.spiegel.de/index.php?id=5&xid=2454&kapitel=1&cHash=d56ef5f16b#gb_found)

Man, hatte der Kerl Probleme ;-)