Poesie: Johann Christian Günther - Das Feld der Lüste

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Poesie ist, wie man durchaus weiß, überaus vielfältig und dass man sogar die pure Wollust lyrisch zum Ausdruck bringen kann, wird wunderbar von Johann Christian Günther im folgenden Gedicht unter Beweis gestellt. Man kann "es" eben auch anders ausdrücken.


Das Feld der Lüste

Eröffne mir das Feld der Lüste,
Entschleuß die wollustschwangre Schoß,
Gib mir die schönen Lenden bloß,
Bis sich des Mondes Neid entrüste!
Der Nacht ist unsrer Lust bequem,
Die Sterne schimmern angenehm
Und buhlen uns nur zum Exempel.
Drum gib mir der Verliebten Kost,
Ich schenke dir der Wollust Most,
Zum Opfer in der Keuschheit Tempel.

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Patrick 01/28/2009 16:59

Haha sehr subtil *g*